Aktuelles

  • Besuch der Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey bei verikom

    Am 20.02.2020 besuchte Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey die Gewaltschutzprojekte von verikom. Anlass des Besuchs war die Unterzeichnung einer Verwaltungsvorschrift zum Bundesinvestionsprogramms „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ zusammen mit Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard.

    Am zuvor stattfindenden Fachgespräch der Ministerin mit den Gewaltschutzprojekten i.bera, intervento, LÂLE in der IKB e.V., 2ter Aufbruch! und savia steps against violence nahmen neben der Bundesfamilienministerin und der Sozialsenatorin auch der Altonaer Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Bartke, die Altonaer Bürgerschaftsabgeordnete Gabi Dobusch und die Abteilungsleiterin der BASFI Isabel Said teil.

    Die Vertreterinnen der Gewaltschutzprojekte stellten ihre Arbeit vor und gingen im anschließenden angeregten Austausch auf einige zentrale Herausforderungen im Gewaltschutz ein, bei denen Handlungsbedarf auf Bundes- und Landesebene besteht, um den notwendigen Schutz der Opfer tatsächlich gewährleisten zu können. Dazu gehören u.a. der oftmals eintretende Konflikt zwischen Umgangsrecht und Gewaltschutz sowie der deutsche Nichtanwendungsvorbehalt zu Art. 59 der Istanbul Konvention, der für gewaltbetroffene Migrantinnen mit eheabhängigem Aufenthalt einer systematischen Verwehrung von Schutz gleichkommt. Die Praxiserfahrungen aus den Projekten stießen bei der Bundesfamilienministerin und der Sozialsenatorin auf reges Interesse.

    Im Anschluss an den Fachaustausch fand die Unterzeichnung der o.g. Verwaltungsvorschrift in den Räumen von verikom statt.

     

     

     

     

     

  • Jahresbericht mit Schwerpunkt Wohnungsnot

    Das Tem von verikom setzte in seinem letzten Jahresbericht einen thematischen Fokus auf das Thema Wohnungsnot.
    Der Jahresbericht „Wohnungsnot muss nicht sein! – Für eine konsequente soziale Ausrichtung der Wohnungspolitik!“ steht als Download zur Verfügung: verikom_JAHRESBERICHT

  • Nein zum Kopftuchverbot für Minderjährige

    verikom unterstützt die Stellungnahme des Netzwerks rassismuskritischer Migrationspädagog*innen gegen ein Kopftuchverbot für Minderjährige.
    Ein solches Verbot widerspricht den Menschenrechten ebenso wie der Religionsfreiheit. Der von terre des femmes in die Debatte geworfene Vorschlag eines Verbots schränkt die Minderjährigen in ihren Lebensbedingungen und ihrer Bildungsteilhabe ein und befördert die bereits bestehende Diskriminierung kopftuchtragender Mädchen und Frauen.
    verikom setzt sich für die Förderung von Selbstbestimmung, Freiheit und Respekt in der pädagogischen Arbeit, für den Abbau diskriminierender Strukturen und für die Stärkung von Demokratie und Religionsfreiheit ein.
    Die Stellungnahme im Wortlaut und die weiteren Unterstützer*innen finden Sie hier:
    Kopftuchverbot für Minderjährige – eine migrationspädagogische Stellungnahme

  • Trauer und Entsetzen über den Tod Tonou-Mbobdas im UKE

    Wir verleihen hiermit unserer Trauer und unserem Entsetzen über den Tod des UKE-Patienten Tonou-Mbobda Ausdruck.
    verikom schließt sich der folgenden aktuellen Erklärung von basis & woge e.V. an:
    In Gedanken sind wir bei seiner Familie und seinen Freund*innen, aber auch bei anderen von Rassismus negativ betroffenen Menschen, für die sein Tod über den dramatischen Einzelfall hinaus eine strukturelle Signalwirkung hat.
    Der Träger basis & woge e.V. schafft für verschiedene  marginalisierte Bevölkerungsgruppen Zugänge und Angebote mit dem Ziel, Menschen in der Wahrnehmung ihrer Rechte zu stärken. Mit den Projekten read, migration.works und amira geht es uns darum, Betroffene von Diskriminierung zu unterstützen,  Diskriminierung aber auch auf institutioneller Ebene sichtbar zu machen und ihr entgegenzutreten. Ein erster Schritt ist hier, Diskriminierung als Realität überhaupt erst einmal wahrzunehmen. Daran erinnert der Tod von William Tonou-Mbobda auf sehr drastische Weise.
    Wir machen darauf aufmerksam, dass der Zugang für Schwarze Menschen im Gesundheitsbereich (und nicht nur hier) ohnehin aus einer Vielzahl an Gründen erschwert ist (Misstrauen, Angst vor Rassismus, gegebenenfalls sprachliche Hürden) und dies gilt im Kontext psychischer Krankheiten umso mehr, da sich hier Diskriminierungserfahrungen wegen psychischer Erkrankung mit Erfahrungen rassistischer Diskriminierung verschränken. Dass sich ein Mensch hilfesuchend an das UKE wendet und mit seinem Leben bezahlt ist die schlimmste aller Möglichkeiten und sendet ein fatales Signal an Psychatriebetroffene und Schwarze Menschen.
    Wir unterstützen die Forderung von Black Community Hamburg, dass der Vorfall lückenlos aufgeklärt werden muss. Wir weisen darauf hin, dass dabei die Bedeutung rassistischer Bilder bei der Wahrnehmung und der Reaktion auf das Verhalten von Menschen analysiert  und entsprechende Konsequenzen gezogen werden müssen. Dazu gehört auch, mit strukturellen Maßnahmen zu antworten, die zukünftig derartige  Ereignisse verhindern. Dies muss den betroffenen Communities glaubhaft zugesichert werden. Wir halten das auch deswegen für zentral, damit  Zugänge zur Versorgung und Unterstützung von Menschen in psychischen Krisen auch für von Rassismus Betroffene gleichermaßen vorhanden sind.
    Wir solidarisieren uns mit den Angehörigen, Freund*innen, der kamerunischen Community und der „Black Community Hamburg“ sowie allen von Rassismus negativ betroffenen Menschen.

    Arbeitsbereich Antidiskriminierung von basis & woge e.V. mit den Projekten read, amira und migration.works

    Aufruf zur Demo am 25.5.19 und weitere Informationen: https://blackcommunityhamburg.blackblogs.org/
    Möglichkeit, eine Petition zu unterstützen: https://www.change.org/p/

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