• Stopp!

    Wir stellen uns entschieden gegen die rassistische Stimmungsmache, die derzeit das Land überrollt.

    Parteien aller Couleur befeuern sie. Sie bedienen sich ihrer im Wahlkampf, um Stimmen zu gewinnen. Was sie tatsächlich damit tun: sie schaden uns allen und missachten offensiv die im Grundgesetz verankerten Grundwerte. Sie stellen die Grundlagen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens, unserer diversen Gesellschaft in Frage.

    Auch wir sind sprach- und fassungslos über diese Gewalttat, trauern mit den Familien und Freunden. Sie haben unser tiefes Mitgefühl.

    Doch dieser gewalttätige Überfall, der zwei Menschenleben kostete, wird aufgrund der Herkunft des mutmaßlichen Täters nun schamlos für Wahltaktik und populistisches Lautwerden ausgenutzt. Es erscheint, als hätten viele in der Politik nur darauf gewartet: ein Anlass zur Hetze gegen Geflüchtete und zur Einigung auf dieses eine, alle anderen Fragen überschattende Wahlkampfthema. Von einer sog. Brandmauer gegen Rechts kann keine Rede sein, wenn Postitionen und Forderungen der extremen Rechte inhaltlich übernommen werden.

    Solidarität, Vernunft, gemeinsames Handeln tun not. Wir werden das Ziel einer antirassistischen, demokratischen und gewaltfreien Gesellschaft nicht aus den Augen verlieren.

    In Situationen wie dieser ist es nötig, Weitblick zu behalten. Vorkämpfer gegen Rassismus, wie z.B.  Martin Luther King, wussten das: „Ich glaube, dass unbewaffnete Wahrheit und bedingungslose Liebe das letzte Wort in der Wirklichkeit haben werden. Deshalb ist selbst das vorübergehend besiegte Recht stärker als das triumphierende Böse.“*

    Auch wenn seine Wortwahl heute nicht unsere wäre, auch wenn Kings damals bahnbrechender Redestil inzwischen von Rechtsextremen gezielt kopiert und instrumentalisiert wird, es bleibt seine Klarheit, dass Gewaltfreiheit, Antirassismus und gleiche Rechte stärker sind.

    Wir lassen uns nicht entmutigen. Wir bleiben unerschrocken in unserem Engagement gegen Rassismus, gemeinsam mit allen vernünftig Denkenden um uns herum. Und wir sind viele!

    27.1.2024

    *M.L. King am 28.8.1963

     

  • Altonaer Vielfaltswoche

    Auf der diesjährigen Altonaer Vielfaltswoche wird auch verikom wieder vertreten sein, diesmal mit dem Projekt VIVA!

    Das Programm ist mittlerweile auch online und kann hier abgerufen werden:  Altonaer Vielfaltswoche (hamburg.de)

  • Diese Abschiebung missachtet die Menschenrechte!

    Wir sind entsetzt, dass am Freitag, 30. August 2024, 28 Menschen nach Afghanistan abgeschoben wurden, obwohl alle Akteure wissen:
    Dies war eine Abschiebung in ein Land, in dem Folter und unmenschliche Behandlung drohen.
    Jede Abschiebung nach Afghanistan, wo die massive Missachtung der Menschenrechte an der Tagesordnung ist, bricht EU- und Völkerrecht.

    Hier folgt zum Download das entsprechende Pressestatement der Landesflüchtlingsräte: Landesflüchtlingsräte entsetzt über heutige Abschiebung nach Afghanistan

  • Trauer und Mitgefühl – und ein Plädoyer für die Aufrechterhaltung des Flüchtlingsschutzes

    Wir schließen uns in unserer Trauer um die Opfer von Solingen und auch in unserer klaren Haltung gegen vorschnelle menschenrechtswidrige Reaktionen den vielen an, die betroffen sind von der islamistisch motivierten Gewalt. Die sich zugleich aber auch dem entgegenstellen, dass die Politik wie auch viele Mitbürger*innen diese Tat als Begründung heranziehen, um den Schutz für Geflüchtete noch weiter einzuschränken.

    Gute Worte dafür fand PRO ASYL in seiner Stellungnahme:

    Drei Tote und acht zum Teil sehr schwer verletzte Menschen ­– PRO ASYL trauert um die Opfer von Solingen. Dass ein „Festival der Vielfalt“, dies war das Motto des Solinger Stadtfestes, zum Ziel eines islamistischen Attentats wurde, erschüttert uns alle, die wir für eine demokratische und offene Gesellschaft einstehen. Islamistische Gewalt greift unsere Werte und unsere Freiheit an. Ein friedliches und zukunftsfähiges Zusammenleben ist nur miteinander möglich. Der Attentäter von Solingen wollte genau dies verhindern.

    PRO ASYL erinnert daran: Flüchtlinge suchen oft genau vor der islamistischen Gewalt Schutz, der wir in Solingen begegnet sind. Und wir fordern: Gegen islamistische Terroristen muss mit allen Mitteln des Rechtsstaats vorgegangen werden.

    Wer vor Terror, Gewalt und Verfolgung flieht, braucht Schutz. Zurzeit werden jedoch Stimmen laut, die ein Ende der Flüchtlingsaufnahme aus Afghanistan und Syrien fordern. Bundesdeutsche Grenzen sollen geschlossen und Abschiebungen nach Afghanistan und Syrien forciert werden. Der „Jetzt reicht es“-Vorschlag des CDU- Parteichefs Friedrich Merz ist eindeutig verfassungswidrig und mit dem EU-Recht unvereinbar. Er verstößt zudem gegen die Genfer Flüchtlingskonvention, die Europäische Menschenrechtskonvention, ist zutiefst unmenschlich und spaltet unsere Gesellschaft.

    Hier der Link zur Seite von PRO ASYL: https://www.proasyl.de/news/erklaerung-von-pro-asyl-zum-anschlag-von-solingen/

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