Aktuelles

  • Petition zum eheabhängigen Aufenthalt

    Gerade in Zeiten häuslicher Isolation ist es wichtig das häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt nicht aus dem Blick gerät!

    Am 01.02.2018 trat das Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt – die sog. Istanbul Konvention – in Deutschland in Kraft. Als umfassendes, verbindliches völkerrechtliches Regelwerk gibt es nationale Handlungspflichten vor. Deutschland hat jedoch gegen Artikel 59 der IK, welcher die Möglichkeit eines eigenständigen Aufenthaltstitels unabhängig vom Partner für von Gewalt betroffenen Frauen* regelt, einen Nichtanwendungsvorbehalt eingelegt.

    In Deutschland gibt es die sogenannte 3-jährige Ehebestandszeit für Ehen zwischen nicht-deutschen Staatsbürgern ohne dauerhaften Aufenthalt, die mit einem deutschen Staatsbürger oder einer Person mit dauerhaftem Aufenthalt in Deutschland verheiratet sind. Kommt es vor diesen drei Jahren zur Trennung, droht die Abschiebung, Gerade in Fällen von häuslicher und geschlechtsspezifischer (wirtschaftlicher, psychischer, physischer und sexualisierter) Gewalt hält dies Betroffene in unzumutbaren Lebensverhältnissen, da sie die erlebte Gewalt schwer nachweisen und beweisen können.

    Der Hamburger Arbeitskreis zum Eheabhängigen Aufenthalt bestehend aus den verikom Beratungsstellen savia, i.bera, intervento und 2.ter Aufbruch!, der Beratungsstelle LÂLE in der IKB, Amnesty for Women, den autonomen Hamburger Frauenhäusern, der 24-7 Notaufnahme der Hamburger Frauenhäuser und dem Frauenhaus der Diakonie fordert in der folgenden Petition den Bundestag auf, die Istanbul Konvention vollständig umzusetzen, um das Recht auf Schutz und ein gewaltfreies Leben für Frauen* in Deutschland zu gewährleisten

    Mehr Informationen dazu im Link zur Petition: epetitionen.bundestag/Petition_107950.

    Bitte nehmen Sie sich zwei Minuten Zeit, unser Anliegen zu unterstützen und verbreiten Sie es gerne in Ihren Netzwerken.

  • verikom: aktuelle Corona-Informationen

    Die Standorte von verikom sind aufgrund der Coronavirus-Pandemie geschlossen.

    Detaillierte Informationen finden Sie hier.

    Beratung wird zur Zeit leider nur telefonisch angeboten.
    Wenn Sie Beratung benötigen, rufen Sie uns bitte an!
    Die Telefonnummern finden Sie im Überblick hier:
    verikom Projekte: telefonische Erreichbarkeit

    Bis 30. April 2020 finden leider auch keine Integrationskurse, Deutschkurse und Alphabetisierungskurse statt.

    Mehrsprachige Informationen zu Corona erhalten Sie z.B. hier:
    Mehrsprachige Informationen des Bundes
    handbookgermany
    English
    العربية (Arabisch)
    فارسی/دری (Persisch)
    Türkçe
    Français
    پښتو (Paschto)
    Viele wichtige Infos und Links zu Corona in Hamburg, Links zu weiteren mehrsprachigen Webseiten und wichtige Hinweise für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund finden Sie auch hier:
    Corona Infos rund um Migration und Flucht / Hamburg
    Dort finden sich auch Kurzversionen auf Arabisch, Englisch und Farsi.

    Corona in Hamburg:
    ! Rules of the general degree of 22th march 2020 for Hamburg: !
    Minimum distance of 1,5 m between people in public places
    Be outside your home only: alone, with persons sharing the same home or with only ONE other person
    www.hamburg.de/coronavirus/  => „foreign languages“,
    in: Englisch – Türkce – Arabisch – Farsi – Polnisch – Russisch

    Informationen für Geflüchtete und Unterstützer*innen
    Allgemeine Informationen zu Corona, Corona in Hamburg, Links, Telefonnummern und Öffnungszeiten von Behörden und Beratungsstellen in Hamburg,
    Aktuelles zum Aufenthaltsrecht, Anträgen, Abschiebung während Corona:
    Informationen-fuer-Gefluechtete-und-Unterstuetzerinnen

    Finanzielle Hilfen:
    Neue Telefonnumern der Jobcenter–Standorte während der Coronakrise:
    team-arbeit-hamburg-Standorte
    ALG I + II online beantragen:
    Arbeitsagentur E-Services
    Onlineservice  jobcenter.digital
    team-arbeit-hamburg – Online-Service
    Soforthilfe der Stadt Hamburg (für Selbstständige):
    Firmenhilfe Coronakrise

    Engagement für die besonders von der Pandemie Bedrohten: Weltweite Solidarität ist jetzt nötig!
    Gerade jetzt ist unsere Solidarität mit allen armen Regionen der Welt besonders wichtig. Wir hier in Deutschland, einem der reichsten Länder, können helfen: Viele Staaten in Lateinamerika, Afrika und Asien brauchen jetzt unsere Unterstützung für Präventionsmaßnahmen, Mittel für Schutzausstattung und Hilfe für einen verstärkten Kampf gegen die Armut!
    Hierfür brauchen wir nicht nur die Hilfs- und Spendenbereitschaft jeder/jedes Einzelnen.
    Wir brauchen auch eine Politik, die jetzt schnell und solidarisch handelt, um in Deutschland, an den EU-Außengrenzen und in anderen Staaten alle besonders bedrohten Menschen zu schützen:
    Sammelunterkünfte für Geflüchtete in Deutschland müssen aufgelöst und die Bewohner*innen in Wohnraum oder vernünftige Unterkünfte verlegt werden!
    Die Flüchtlingslager an den EU-Außengrenzen müssen evakuiert werden!
    Weltweit braucht es einen sofortigen Abschiebungsstopp und die Freilassung von Menschen aus der Abschiebungshaft!
    Wir müssen mit unseren staatlichen Mitteln für Unterstützung und Schutz von besonders gefährdeten Menschen in den armen Regionen der Welt sorgen!
    Wir brauchen eine enge Zusammenarbeit mit den Ländern des Globalen Südens und eine langfristige gemeinsame Strategie gegen die Armut und für eine gerechte Verteilung aller Ressourcen.

    Aktionen und Informationen:
    Change.org-Petition „Corona-Katastrophe verhindern, auch an den Außengrenzen!“
    change.org: Jetzt die Coronakatastrophe verhindern
    ProAsyl hat gemeinsam mit anderen einen offenen an die Innenminister von Bund und Ländern zum Schutz von Geflüchteten gesendet:
    Pro Asyl – Offener Brief: Coronavirus zwingt zum Handeln zum Schutz von Geflüchteten
    medico international informiert über die Lage weltweit und ruft zu Solidarität und Spenden auf:
    medico international Corona Hilfe
    Das Roma-Network informiert über den zunehmenden Rassismus und die besonders prekäre Situation von Roma in Bulgarien, Rumänien, Serbien, Albanien, Bosnien: Roma in der Corona-Krise
    Tacheles: Vorschläge zum Umgang mit der Corona-Krise für einkommensschwache Haushalte – ein umfassendes Forderungspaket an die Politik und Verwaltung: Tacheles-Forderungspaket
    Der UN-Generalsekretär hat zu einem globalen Waffenstillstand aufgerufen und der Appell findet weltweit Zustimmung. globaler Waffenstillstand jetzt
    Die Initiative #ProtectDemocracyDuringCorona fordert: „Die Demokratie muss auch während der Corona-Pandemie geschützt werden!” Demokratie verteidigen in der Corona-Krise

    Wenn das eigene Zuhause-Sein schwierig wird:
    Wichtige Telefonnummern bei Problemen und Konflikten zu Hause:

    „Nummer gegen Kummer“ für Kinder und Jugendliche: 116 111
    Elterntelefon: 0800 111 0550
    Pflegetelefon: 030 2017 9131
    Hilfetelefon „Schwangere in Not“: 0800 404 0020
    Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 0800 011 6016
    Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117
    TelefonSeelsorge: 0800 1110111 / 0800 1110222

    Elterntelefon auf Dari, Farsi und Arabisch
    الهاتفنیدلاویاربینفلتهرواشم     استشارة للأهل عن طريق

    Corona-Hilfe-Telefon „Hamburg hilft Senioren“
    Unter der Telefonnummer 040 4 28 28-8000 erhalten Seniorinnen und Senioren an
    allen Tagen der Woche von 7.00 bis 19.00 Uhr Hilfe und Informationen.

    Die Mitarbeitenden der Hotline vermitteln Beratungen auch in Englisch, Farsi, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch und Türkisch.

    Unter dieser Telefonnummer 040 4 28 28-8000 können sich aber auch Menschen melden, die helfen wollen. Diese werden an die Freiwilligenagenturen weitervermittelt.

     

    Halten Sie Abstand, bleiben Sie solidarisch und bleiben Sie gesund!

  • Trauer um die in Hanau ermordeten jungen Menschen

    Die Nachricht über die rassistischen Morde an neun jungen Menschen aus Familien mit Migrationsgeschichte und der Mord an der Mutter des Täters hat uns Mitarbeiter*innen von verikom sehr getroffen. Wir sind in unseren Gedanken bei ihren Freund*innen und Angehörigen und senden ihnen unser Beileid und unsere Betroffenheit.

    Und wir sind wütend und empört. Rechte rassistische Gewalt wurde und wird weiter verharmlost. Trotz zahlreicher Morde und Gewalttaten findet sich weder in der Politik, noch in der Gesellschaft eine konsequente Haltung, geschweige denn ein systematisches Vorgehen gegen die Verbreitung von Rassismus und von menschenverachtendem Gedankengut und kein konsequentes strafrechtliches Verfolgen gewalttätiger rechter und rassistischer Netzwerke.

    Wir brauchen Menschen überall in der Gesellschaft und allen voran in der Politik, die sich klar und dauerhaft gegen menschenverachtende und rassistische Haltungen und Reden positionieren und die sich auf allen Ebenen für diese Gesellschaft in all ihrer Pluralität einsetzen. Für gleiche Rechte für alle und für gleiche Sicherheit für alle.

    Wir sind erschrocken und traurig, wie weit weg heute unsere Vision einer gewaltfreien multidiversen Gesellschaft erscheint. Und doch: sie ist und bleibt unser Ziel.

  • Besuch der Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey bei verikom

    Am 20.02.2020 besuchte Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey die Gewaltschutzprojekte von verikom. Anlass des Besuchs war die Unterzeichnung einer Verwaltungsvorschrift zum Bundesinvestionsprogramms „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ zusammen mit Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard.

    Am zuvor stattfindenden Fachgespräch der Ministerin mit den Gewaltschutzprojekten i.bera, intervento, LÂLE in der IKB e.V., 2ter Aufbruch! und savia steps against violence nahmen neben der Bundesfamilienministerin und der Sozialsenatorin auch der Altonaer Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Bartke, die Altonaer Bürgerschaftsabgeordnete Gabi Dobusch und die Abteilungsleiterin der BASFI Isabel Said teil.

    Die Vertreterinnen der Gewaltschutzprojekte stellten ihre Arbeit vor und gingen im anschließenden angeregten Austausch auf einige zentrale Herausforderungen im Gewaltschutz ein, bei denen Handlungsbedarf auf Bundes- und Landesebene besteht, um den notwendigen Schutz der Opfer tatsächlich gewährleisten zu können. Dazu gehören u.a. der oftmals eintretende Konflikt zwischen Umgangsrecht und Gewaltschutz sowie der deutsche Nichtanwendungsvorbehalt zu Art. 59 der Istanbul Konvention, der für gewaltbetroffene Migrantinnen mit eheabhängigem Aufenthalt einer systematischen Verwehrung von Schutz gleichkommt. Die Praxiserfahrungen aus den Projekten stießen bei der Bundesfamilienministerin und der Sozialsenatorin auf reges Interesse.

    Im Anschluss an den Fachaustausch fand die Unterzeichnung der o.g. Verwaltungsvorschrift in den Räumen von verikom statt.

     

     

     

     

     

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