Archiv der Kategorie: Aktuelles

Stellenausschreibung

verikom sucht zum 1. Oktober 2021 (oder später) eine neue Kollegin für i.bera, die interkulturelle Beratungsstelle bei häuslicher Gewalt.

Details finden sich in der Stellenanzeige hier: Stellenausschreibung_i bera_verikom
Wir freuen uns über Bewerbungen und auch über die Weiterleitung der Ausschreibung an Interessierte.

Afghanistan: Leben retten! Menschenrechte retten!

Die Entwicklung in Afghanistan macht uns nahezu sprachlos vor Empörung, Wut und Sorge.
Die Politik, die deutsche und die internationale, ist mehr mit sich selbst und ihren Interessen beschäftigt und ließ wertvolle Zeit verstreichen, anstatt Menschenleben zu schützen. Diese Unmenschlichkeit ist unfassbar.
Wir fordern alle auf, den Menschenrechten absoluten Vorrang vor allen anderen Interessen einzuräumen und sich sofort und mit allen Mitteln für den Schutz der Menschen in Afghanistan einzusetzen, deren Leben von den Taliban bedroht ist. Das sind allen voran die Frauenrechtsaktivistinnen, die Menschenrechtler*innen, aber auch die Journalist*innen, Künstler*innen sowie die Mädchen, die sich für ihre Bildung, Teilhabe und Gleichberechtigung eingesetzt haben. Alle diejenigen, die sich für Menschenrechte, Demokratie, Meinungs- und Religionsfreiheit stark gemacht haben und nun die Gewalt der Taliban und die Einführung der Scharia fürchten müssen.
Europa und auch Deutschland müssen jetzt mit einer unkomplizierten Flucht- und Asylpolitik dafür Sorge tragen, dass sie sicher hier ankommen und in Europa Schutz, Unterkunft und Arbeit finden können.
Hier bereits lebende Afghan*innen brauchen nun endlich einen sicheren Aufenthaltstitel. Das fortgesetzte Drohen mit Abschiebung muss ein Ende haben.

Wir möchten auf weitere Stellungnahmen engagierter Organisationen hinweisen:
medico international: „Schande über die ganze Welt“ (13.08.2021)
https://www.medico.de/blog/schande-ueber-die-ganze-welt

Presseerklärung des Flüchtlingsrat Hamburg (18.09.2021)
https://www.fluechtlingsrat-hamburg.de/content/PE_180821_Afghanistan.pdf

AUFRUF von Seebrücke (17.08.2021)
Demonstrationen in ganz Deutschland – Luftbrücke aus Afghanistan jetzt!

Impfen schützt. Jetzt in Hamburg impfen lassen.

Um sich vor dem Corona-Virus zu schützen, ist eine Impfung der beste Weg.

Verfügbare Impftermine in Hamburg erfahren Sie hier: https://www.hamburg.de/corona-impfstationen/
Ein Mimi-Video in verschiedenen Sprachen erläutert, wie die aktuelle Situation in Hamburg ist und wo Sie sich impfen lassen können: https://www.youtube.com/channel/UCUVT5cNBqNPb1edEIMEIYqg
Die Stadt Hamburg hat mehrsprachige Informationen hier bereitgestellt: https://www.hamburg.de/coronavirus/international/

Fotos von Dokumenten mit dem Handy machen – ein Tutorial

Fotos von Dokumenten mit dem Handy machen
Auf was muss ich achten?
Oft müssen wir wichtige Dokumente (Ausweispapiere, Lebenslauf, Verträge, Impfpass usw.) mit dem Handy fotografieren, weil wir sie dann anderen zeigen wollen oder sie mit Messenger (WhatsApp, Signal etc.) oder Mail versenden möchten.
Dabei können wir viele Fehler machen. Manchmal kann man gar nichts richtig erkennen. Auf was muss ich also achten?

In der Lernwerkstatt mit viel Praxis (ein Angebot des Projekts Auf gutem Grund!) haben die Teilnehmenden eine Anleitung zur Erstellung von Fotos mit dem Handy geschrieben.
Die Anleitung gibt hier es in Persisch/Dari, Armenisch, Französisch und Deutsch.
Gerne können Sie diese Anleitung auch an andere weiterleiten.
Wir hoffen, dass Sie Ihnen hilft gute Fotos zu machen.
Das Team von Auf gutem Grund!
und die Teilnehmenden der Lernwerkstatt 1

Dokumente mit dem Smartphne fotografieren_Deutsch
Dokumente mit dem Smartphone fotografieren_Armenisch
Dokumente mit dem Smartphone fotografieren_Persisch
Dokumente mit dem Smartphone fotografieren_Französisch

Aktuelle Corona-Einschränkungen bei verikom

Die Standorte von verikom sind aufgrund der Coronavirus-Pandemie für den Publikumsverkehr geschlossen.

Integrationskurse, Deutschkurse und Alphabetisierungskurse:
Einige Kurse finden wieder statt, andere werden als online-Format weitergeführt.

Alle Kursteilnehmer*innen werden darüber informiert, ob und wie ihr Kurs stattfindet
oder ob er pausiert.

Es gibt leider zur Zeit keine offene Beratung.

Unsere Beratung wird derzeit nur telefonisch angeboten.
Wenn Sie Beratung benötigen, rufen Sie uns daher bitte an!
Die Telefonnummern finden Sie im Überblick hier: verikom-Projekte: telefonische Erreichbarkeit

Halten Sie Abstand, bleiben Sie solidarisch und bleiben Sie gesund!

Geflüchtete evakuieren – jetzt!

Die Situation für die Geflüchteten in den Lagern auf den griechischen Inseln ist unerträglich.

Wir fordern eine sofortige Evakuierung!

Beteiligt Euch an Aktionen!

Schreibt mit Kreide Eure Forderungen auf die Bürgersteige vor Euren Häusern!

#LeaveNoOneBehind!
Open the hotels!

Unsere humanitäre Hilfe ist JETZT gefordert!

Wir dürfen nicht auf andere europäische Länder warten, es sterben Menschen während die Politik wartet!

 

Black Lives Matter – Solidaritätsnote des verikom-Teams

Wir drücken unsere Solidarität aus mit allen Opfern rassistischer Gewalt!

Wir trauern um George Floyd, der durch einen Polizisten in Minneapolis getötet wurde, und protestieren mit der Bewegung Black Lives Matter gegen die fortgesetzte unerträgliche Polizeigewalt gegen Schwarze Menschen und Migrant*innen in den USA und vielen anderen Ländern sowie auch in Deutschland.

Wir fordern Gerechtigkeit, konsequente Strafverfolgung der Täter und Antirassismus-Maßnahmen in den Polizeiapparaten, speziell in den USA und in Deutschland.

Die Polizei als staatliche Institution, die sich immerhin politisch zu legitimieren hat und demokratischer Kontrolle unterliegen muss, ist aber auch ein Spiegel der Gesellschaft. Dass auch in Teilen der Polizei Rassismus tief verankert ist, braucht daher nicht zu verwundern und darf nicht von den Regierenden geleugnet werden, wie es leider reflexartig zur Abwehr eigener Verantwortung immer wieder vorkommt. Die hasserfüllten Reaktionen eines Donald Trump, der die Privilegien der weißen US-Gesellschaft verteidigt, sind undiskutabel, offenbaren aber die übliche Diffamierung von antirassistischem Protest und die selbstherrliche Unempfindlichkeit gegenüber dem Leid anderer.

Aber der Fingerzeig auf die Verhältnisse in den USA reichen nicht aus.

Machtmissbrauch und rassistische Gewalt sind auch von der deutschen Polizei bekannt. Erinnert sei an Oury Jalloh, der vor 15 Jahren in einer Dessauer Polizeizelle verbrannte. Oder an einen ganz alltäglichen Fall des Racial Profiling, der durch die Presse ging: ein Altenpfleger wurde neulich in Hamburg von Polizist*innen gewaltsam vom Rad gerissen, weil ihm allein aufgrund seines Aussehens unterstellt wurde, dass er ein Drogendealer sei. Für solche Übergriffe und Mißhandlungen aufgrund rassistischer Vorannahmen, die an der Tagesordnung sind, gibt es kein öffentliches Schuldeingeständnis von Seiten der Polizei und schon gar keine gerichtlichen Verurteilungen – noch nicht einmal für den Tod von Oury Jalloh!

Die sog. „internen Ermittlungen“ innerhalb der deutschen Polizei verlaufen in den meisten Fällen im Sande der korpsgeistgesteuerten Selbstverteidigung, der systematischen Gegenanzeigen gegen die Opfer, der Falschaussagen polizeilicher Zeug*innen und der Rückendeckung durch politisch Verantwortliche. Das muss aufhören.

Auch bei uns haben die Behörden noch nicht begriffen, dass die Strategie des Verleugnens und Kleinredens demokratiefeindlicher Missstände innerhalb der Polizei nicht haltbar ist.

Wir brauchen unabhängige, öffentlich kontrollierbare und ernstzunehmende Ermittlungen zu rassistischer Polizeigewalt, an der Menschen mit Rassismus- und Diskriminierungserfahrung beteiligt sind. Ohne engagierte und strukturell verankerte disziplinarische, Ausbildungs- und Antidiskriminierungsmaßnahmen von staatlicher Seite zur Reform der Polizei wird sich an den Gründen für den Protest von Black Lives Matter auch in Deutschland nichts ändern.

 

Download Solidaritätsnote verikom-Team

Aufruf von BlackHistoryMatters, Lampedusa in Hamburg und asmara, veröffentlicht auf facebook von bhmhamburg: Enough is enough!

Aktuelle Black Lives Matter-Aktionen in Hamburg:
Samstag, 6.6., 15-18 Uhr, Kundgebung: Enough is enough! Auf dem Rathausmarkt (in schwarzer Kleidung), siehe www.bewegungsmelder.org

Eheabhängiger Aufenthalt: Vollständige Umsetzung der Istanbul Konvention tut not!

Gerade in Zeiten häuslicher Isolation ist es wichtig das häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt nicht aus dem Blick gerät!

Am 01.02.2018 trat das Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt – die sog. Istanbul Konvention – in Deutschland in Kraft. Als umfassendes, verbindliches völkerrechtliches Regelwerk gibt es nationale Handlungspflichten vor. Deutschland hat jedoch gegen Artikel 59 der IK, welcher die Möglichkeit eines eigenständigen Aufenthaltstitels unabhängig vom Partner für von Gewalt betroffenen Frauen* regelt, einen Nichtanwendungsvorbehalt eingelegt.

In Deutschland gibt es die sogenannte 3-jährige Ehebestandszeit für Ehen zwischen nicht-deutschen Staatsbürgern ohne dauerhaften Aufenthalt, die mit einem deutschen Staatsbürger oder einer Person mit dauerhaftem Aufenthalt in Deutschland verheiratet sind. Kommt es vor diesen drei Jahren zur Trennung, droht die Abschiebung, Gerade in Fällen von häuslicher und geschlechtsspezifischer (wirtschaftlicher, psychischer, physischer und sexualisierter) Gewalt hält dies Betroffene in unzumutbaren Lebensverhältnissen, da sie die erlebte Gewalt schwer nachweisen und beweisen können.

Der Hamburger Arbeitskreis zum Eheabhängigen Aufenthalt bestehend aus den verikom Beratungsstellen savia, i.bera, intervento und 2.ter Aufbruch!, der Beratungsstelle LÂLE in der IKB, Amnesty for Women, den autonomen Hamburger Frauenhäusern, der 24-7 Notaufnahme der Hamburger Frauenhäuser und dem Frauenhaus der Diakonie forderte den Bundestag auf, die Istanbul Konvention vollständig umzusetzen, um das Recht auf Schutz und ein gewaltfreies Leben für Frauen* in Deutschland zu gewährleisten.

Mehr Informationen dazu im Link zur Petition: epetitionen.bundestag/Petition_107950.

verikom: aktuelle Corona-Informationen

Die Standorte von verikom sind aufgrund der Coronavirus-Pandemie geschlossen.

Integrationskurse, Deutschkurse und Alphabetisierungskurse von verikom finden zurzeit nicht statt.

Es gibt leider derzeit keine offene Beratung.

Unsere Beratung wird derzeit nur telefonisch angeboten.
Wenn Sie Beratung benötigen, rufen Sie uns daher bitte an!
Die Telefonnummern finden Sie im Überblick hier: verikom-Projekte: telefonische Erreichbarkeit

Bei dringenden Fragen können Sie Ihre Briefe in unseren Briefkasten werfen. Wenn Sie eine bestimmte Berater*in haben, dann schreiben Sie bitte den Namen der Berater*in, Ihren eigenen Namen, Ihre eigene Telefonnummer und Ihre Adresse auf den Briefumschlag.

Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie, hilfreiche Telefonnummern, Möglichkeiten des Engagements für die besonders Betroffenen und viele mehr finden Sie hier: Corona Informationen

Halten Sie Abstand, bleiben Sie solidarisch und bleiben Sie gesund!