Papia – Partnerschaften für Partizipation in Altona!

Kontaktdaten

verikom – Verbund für
interkulturelle Kommunikation
und Bildung e.V.

Xiomara Tortoza
tortoza@verikom.de
Tel: 350 17 72 36

Cristina Torres Mendes
torresmendes@verikom.de
Tel 350 17 72 38

verikom am Wohlerspark
Norderreihe 61
22767 Hamburg



Papia – ein migrantisches Mentoring-Projekt – eine Brücke für ein gutes Ankommen von geflüchteten Frauen

Langjährig in Hamburg lebende Migrantinnen werden zu Mentorinnen von geflüchteten Frauen und unterstützen sie dabei, in Hamburg ein neues Leben zu gewinnen.

Im Januar 2018 startete das Projekt Papia. Bis 2020 will Papia 50 Migrantinnen zu ehrenamtlichen Mentorinnen für geflüchtete Frauen ausbilden und diese fachlich begleiten. In einem 100 stündigen Qualifizierungskurs lernen die zukünftigen migrantischen Mentorinnen:

  • Kommunikation und Sprache: Kommunikationstechniken, Reflexion und Feedback, Lerntechniken und Tipps zum Spracherwerb
  • Sensibilität für die Situation von Geflüchteten: Lebenssituation in Deutschland, Fluchtursachen, Traumatisierung
  • Grundlagen zu Aufenthaltsstatus, Arbeitsmarktzugang von Geflüchteten
  • Geschichte und Gesellschaft: Geschichte und politisches System Deutschlands mit dem Schwerpunkt auf Hamburg, Demokratiebildung
  • Strukturen und Angebote in Hamburg (mit Schwerpunkt auf den Bezirk Altona): Schul- und Ausbildungssystem, Arbeitsmarkt, Sozialrechtliche Grundlagen, Wohnen, Beratungs- und Unterstützungsangebote für Migrant_innen und Geflüchtete, Angebote für Familien und Kinder, Freizeitangebote
  • Partizipation: Beteiligung in Vereinen und Initiativen, Gesellschaftliche Partizipationsmöglichkeiten, Politische Beteiligung, Diskriminierung und Rassismus, Interkulturelles Training
  • Haltung der Mentorin: Rolle und Grenzen in der Mentoring-Beziehung, Aspekte des Empowerments

Im Anschluss an den Kurs entscheiden sich die Mentorinnen, eine einzelne geflüchtete Frau in ihren ersten Schritten in Hamburg zu begleiten (Tandembegleitung) oder ein Gruppenangebot zu organisieren.

Die Mentorin als Tandembegleiterin

Im Projekt Papia finden Mentorinnen und geflüchtete Frauen in Tandems zueinander. In ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit werden die Mentorinnen intensiv von ausgebildeten Fachkräften des Projektes Papia begleitet. In monatlichen Gruppentreffen werden Erfahrungen aus der Tandembegleitung miteinander ausgetauscht und reflektiert. Außerdem werden Fachthemen vertieft, z. B. Informationen zum Umgang mit traumatisierten Frauen. Tauchen Probleme in der Mentoring Partnerschaft auf, werden die Beteiligten mittels Konfliktmediation oder Coaching unterstützt. Mentorinnen begleiten z. B. zu Ämtern und Behörden, informieren über Beratungs-und Unterstützungsnetzwerke für geflüchtete Frauen, orientieren über die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, ermöglichen Möglichkeiten für Kontakte etc.

Die Mentorin als Gruppenleiterin

Mentorinnen, die ein Gruppenangebot für geflüchtete Frauen anbieten, erhalten Hilfestellung bei der Konzipierung und Umsetzung ihres Angebots. Die Angebote werden in Flüchtlingsunterkünften und sozialräumlichen Treffpunkten mehrheitlich im Bezirk Altona realisiert. Mentorinnen organisieren Einstiegskurse EDV, Kunsthandwerkworkshops, leiten einen internationalen Tanzkurs etc.

Im Frühjahr 2019 startet der neue Qualifizierungskurs.

Wenn Sie Mentorin werden wollen, melden Sie sich bei uns!
Wenn Sie geflüchtete Frauen kennen, die Interesse an einer Einzelbegleitung oder an Gruppenangeboten haben, melden Sie sich auch gern bei uns!

Finanzierung: Die Stiftung Deutsche Fernsehlotterie finanziert das Projekt. Allerdings sind nicht alle Gesamtprojektkosten über die Stiftungsförderung gedeckt und müssen per Sponsoring eingeworben werden.

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Downloads:
Mentorinnen-Schulung Handflyer [pdf]
Mentee Handflyer [pdf]