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Plätze besetzen – gegen Rassismus

In vieler Hinsicht sind wir politisch herausgefordert,
Position zu beziehen,
empört über den rechtsextremen
und mörderischen,
aber auch den institutionellen und
staatlichen Rassismus,
inspiriert von den Kämpfen um Demokratie
und wirtschaftliche Gerechtigkeit weltweit.

Plätze besetzen heißt, Gesicht zu zeigen
und einzutreten für eine soziale,
diskriminierungsfreie Gesellschaft,
parteilich für die Wahrung von
Rechtsansprüchen zu arbeiten,
Möglichkeiten zu bieten für Engagement
und Selbstverwirklichung
und Raum einzunehmen als
Teil sozialer Bewegungen,
öffentlich, auf der Straße, in den Medien,
in unseren Einrichtungen und Netzwerken,
organisiert und alltäglich.

Gegen die vielen Formen
der Ausgrenzung und der Gewalt
reklamieren wir das Recht
auf den Platz in der Mitte.

 

Partizipation jetzt!

Der Begriff „Integration“ war aus rassismuskritischer Sicht stets unpassend. Aber seit den Debatten der letzten Jahre ist vielen eine positive Bezugnahme auf den Integrationsbegriff vollends verdorben worden.

Wer „Integration“ sagt, sieht sich oft in einer Assoziationskette mit Vorurteilen über Migrant_innen und einem Generalverdacht gegen die muslimische Bevölkerung. Dass Migrant_innen angeblich nicht Deutsch lernen und nicht arbeiten wollen, ungebildet und qua Kultur antidemokratisch eingestellt seien, wird zur eigentlichen Ursache eines diffusen Integrationsproblems erklärt.

Der erklärte politische Wille, Einwanderungs- und Aufnahmeland zu sein, bleibt gebrochen durch den überall spürbaren Vorrang von Abschreckung, Diffamierung und Diskriminierung gegen Migrant_innen – und seien sie noch so gut ausgebildet –, sowie durch fortgesetzte Verschärfungen im Ausländerrecht.

Eine solche Migrationspolitik verhindert positive Identifikationsmöglichkeiten für Menschen mit Migrationshintergrund, selbst der zweiten und dritten Generation.

Notwendig ist eine verantwortliche Politik, die auf gleichberechtigte Partizipation auf allen Ebenen abzielt. Antidiskriminierung, Qualifikations- und Arbeitsförderung für alle in Deutschland lebenden Menschen, einschließlich Geflüchteten, bilden die Voraussetzung für Partizipation und Anerkennung.

Nein zu Gewalt

Beratungsangebote für Opfer von häuslicher oder familiärer Gewalt, von Stalking Betroffene oder von Zwangsverheiratung bedrohte oder betroffene Menschen:

i.bera – Interkulturelle Beratungsstelle für Opfer von häuslicher Gewalt und Zwangsheirat

intervento – proaktive Beratung bei häuslicher Gewalt und Stalking

2ter Aufbruch – Coaching zu Bildung und Arbeit

savîa steps against violence

CMS Stiftung
Wir danken der CMS Stiftung für Ihre Unterstützung.
Unsere Ratsuchenden können dadurch einen schnellen
und unbürokratischen Zugang  zu einer anwaltlichen Erstberatung finden.

Die Stadt gehört uns allen

Überall in der Stadt wird um soziale Güter und Ressourcen gekämpft: Um die Bezahlbarkeit von Wohnungen oder Strompreisen, um den Zugang zu Wohnungen oder auch nur Notunterkünften, zu regulärer Arbeit mit gerechtem Lohn oder zu existenzsichernden Sozialleistungen.

Während oft die mächtigen Strukturen von Ausbeutung und Verschwendung öffentlicher Güter politisch sogar gefördert werden und die städtische Infrastruktur für Reiche weiter ausgebaut wird, hausen immer mehr Menschen unter Brücken, in Parks und in Kellern.

Die Stadt gehört auch all denen,

  • die sich die vielfach überteuerten Mieten in Hamburg nicht leisten können und mit heruntergekommenen Wohnblocks Vorlieb nehmen müssen;
  • die aus dem Süden und Osten Europas nach Hamburg kommen, prekärsten Lebensbedingungen und extremer Ausbeutung auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt ausgesetzt sind;
  • die als Geflüchtete jahrelang um ein Bleiberecht kämpfen und zum Leben in isolierten Gemeinschaftsunterkünften gezwungen werden;
  • die in Frauenhäusern und Obdachlosenunterkünften auf die Möglichkeit warten, wieder an eine Wohnung zu kommen;

Gemeinsam mit anderen Bewegungen und Initiativen fordern wir Verteilungsgerechtigkeit ein und verteidigen die soziale und ökologische Verantwortung gegenüber Profitinteressen in allen Bereichen der öffentlichen Daseinsfürsorge.

Wir verlangen, dass öffentliche Mittel gezielt eingesetzt werden, um menschenwürdige Lebensbedingungen und Möglichkeiten für all die gesellschaftlichen Gruppen zu schaffen, die bisher von der Politik benachteiligt oder ignoriert wurden.

Der Reichtum der Stadt gehört allen.