i.bera – Interkulturelle Beratungsstelle für Opfer von häuslicher Gewalt und Zwangsheirat

Die interkulturelle Beratungsstelle für Opfer von häuslicher Gewalt und Zwangsheirat i.bera befindet sich in den Räumen von verikom Altona. Darüber hinaus bieten wir auch Beratungstermine in Wilhelmsburg und Kirchdorf-Süd an.

Kontaktdaten

verikom – Verbund für interkulturelle Kommunikation und Bildung e.V.

Norderreihe 61
22767 Hamburg
Tel. 350 17 72 26
Fax. 350 17 72 12
i.bera@verikom.de

Offene Beratungszeiten:
Montag 13:00 – 16:00
Donnerstag 10:00 – 13:00
und nach Terminvereinbarung

Wer kann sich beraten lassen

Wir beraten, unterstützen und informieren Frauen, Männer und Jugendliche mit Migrationshintergrund,

  • die Opfer von angedrohter/vollzogener häuslicher oder familiärer Gewalt geworden sind
  • die Opfer von angedrohter/vollzogener Zwangsheirat geworden sind.

Wir beraten und informieren MultiplikatorenInnen und BeraterInnen sowie Freunde und Angehörige, die in ihrer Arbeit mit dieser Problematik zu tun haben.

Die Beratungsstelle i.bera kooperiert eng mit der Beratungsstelle LÂLE des IKB e.V., denn es handelt sich um zwei Projekte mit einem Ziel:

Ein selbst bestimmtes Leben ohne Gewalt ist das Grundrecht eines jeden Menschen. Doch das Erfahren von Gewalt in der Familie und in der Partnerschaft ist leider kein Ausnahmefall mehr. Körperliche und seelische Gewalterfahrungen können Menschen jeden Alters, jeder Religion und jeder Nationalität betreffen. Häusliche und familiäre Gewalt werden begriffen als jede Form von körperlicher, sexueller und psychischer Gewaltanwendungen in engen sozialen Beziehungen. Am 1. Januar 2002 ist das Gewaltschutzgesetz in Kraft getreten, welches erstmals den Schutz vor Gewalt in privaten Beziehungen gewährleistet. Damit wird häusliche Gewalt strafrechtlich verfolgt. Eine Form von häuslicher Gewalt ist die Zwangsverheiratung. Diese liegt vor, wenn ein oder beide zukünftigen Ehepartner zur Ehe gezwungen werden. Durch Zwangsverheiratung werden die Rechte auf selbst bestimmte Wahl des Partners und der Eheschließung sowie der individuellen Freiheit verletzt. Zwangsverheiratung ist eine Menschenrechtsverletzung. i.bera und LÂLE sind interkulturelle Beratungsstellen, die Betroffenen Perspektiven aufzeigen und sie auf ihrem Weg in ein selbst bestimmtes Leben unterstützen.

Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, können sich auch jederzeit, Tag und Nacht, an das bundesweite Hilfetelefon wenden.

Die kostenlose Rufnummer lautet: 08000 116 016.
Hilfesuchende Frauen erhalten dort rund um die Uhr anonyme Beratung.

 

 

 

 

 

 

Das Bundeshilfetelefon bietet:

  • Beratung für Betroffene, Personen des nahen Umfeldes sowie Multiplikator_innen
  • ist rund-um-die Uhr erreichbar
  • Sie werden in leichter Sprache beraten
  • Sie können in folgenden Sprachen beraten werden: Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Persisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Serbe-Kroatisch, Spanisch, Türkisch, Vietnamesisch
  • Sie haben die Möglichkeit, sich detailliert zu den Themen  häusliche und familiäre Gewalt, sexualisierte Gewalt,  sowie Zwangsverheiratung zu informieren.

 

 

Die Vorträge und das Grußwort der Fachveranstaltung „Alles ist in Bewegung – weibliche Flucht und ihre Facetten im interkulturellen Kontext“ vom 17.11.2016 finden Sie hier:
Grusswort_BASFI
Fachtext_Markard

Vortrag_Brückmann

Die Dokumentation der Fachtagung „Gewalt kennt keine Grenzen“ vom 20. Oktober 2011 können Sie hier downloaden:
Gewalt kennt keine Grenzen„.